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Das Bundesministerium für Inneres (BMI) warnt: Immer mehr österreichische Unternehmen werden Opfer des Hacking von Telefonanlagen. Dadurch entstehen schwere Schäden. Auch die CFCA, ein internationales Institut zur Verhinderung von Betrugsfällen, berichtet: Jedes Jahr entsteht deshalb weltweit ein Schaden von etwa 4,1 Milliarden Euro. Hier erfahren Sie was Hacking von Telefonanlagen ist und wie Sie sich davor schützen können.

Was ist Hacking von Telefonanlagen?

Hacking von Telefonanlagen wird im Fachjargon auch Phreaking genannt (eine Mischung aus den englischen Begriffen „phone“ und „freak“). Ursprünglich wurde dieser Begriff in den 60er Jahren verwendet. Mittels eines Signals in der Frequenz, die auch vom Telefonanbieter verwendet wurde, konnte man gratis telefonieren.

Diese Praxis ist bereits lange ausgestorben, aber das moderne Internet bietet Hackern eine neue Angriffsmöglichkeit. Im geschäftlichen Alltag bieten VoIP-Telefone klare Vorteile gegenüber klassischer Telefonanlagen. Die neuen Funktionen haben auch das Interesse von Betrügern geweckt.

Hacker verschaffen sich Zugang zu ungeschützten Telefonanlagen, um außerhalb der Geschäftszeiten bei vorher eingerichteten Mehrwert- oder Auslandsnummern anzurufen.

So machen die Hacker den Schaden immer größer

Sind Hacker erfolgreich wächst der Schaden sehr schnell. Ein wahrer Schneeballeffekt wird losgetreten: Die Zugänge zu den Telefonanlagen werden unter den Hackern verteilt. Innerhalb von kürzester Zeit entstehen Schäden im fünfstelligen Bereich.

Eine australische Firma verlor so sogar Schäden von mehr als 90.000€. Ihre Telefonanlage wurde gehackt und die Zugangsdaten weltweit verteilt. Innerhalb weniger Monate musste der Betrieb Konkurs anmelden.

Wie die Warnung des BMI zeigt, lebt man auch in Österreich diesbezüglich nicht auf einer geschützten Insel. Für das Eindringen in Telefonanlagen genügt bereits geringes technisches Know-how. Das Schlimme an der Sache: Bis der Angriff erkannt wurde, hat man meist die erste hohe Telefonrechnung in der Hand. Die Kosten müssen auch vom Unternehmen getragen werden, da es praktisch unmöglich ist die Schuldigen ausfindig zu machen.

Wie können Sie ihr Unternehmen schützen?

Am wichtigsten ist hierbei vorbeugende Maßnahmen zu treffen. Ist jemand erst einmal ins System eingedrungen, so fällt es schwer dies sofort zu bemerken. Zudem reicht bereits ein Tag, um erhebliche Schäden anzurichten.

Ein absoluter Schutz gegen Phreaking existiert nicht. Mit diesen Maßnahmen machen Sie es den Hackern aber schwerer und sie suchen sich vermutlich ein leichteres Opfer:

  • Keine werkseitigen Passwörter: Sollten Sie noch nie das Passwort verändert haben, ist immer noch das Standardpasswort in Verwendung. Ändern Sie dieses bitte sofort! Hacker wissen von jedem Hersteller darüber Bescheid. Überlegen Sie sich starke Passwörter (Sonderzeichen, Zahlen, Groß- und Kleinschreibung, ausreichende Länge) und erneuern Sie Ihre Passwörter regelmäßig. Besonders bei den Passwörtern für Fernwartungszugänge müssen Sie aufpassen.
  • Extra-Passwörter für bestimmte Funktionen: Setzen Sie ein Passwort, um Ferngespräche oder Gespräche mit Premium-Rufnummern führen zu können.
  • Schutz gegen Weiterleitungen: Richten Sie auch einen Schutz gegen externe Weiterleitungen ein. Zudem können Sie noch ausgehende Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten sperren lassen.
  • Immer neueste Software: Überprüfen Sie ob Ihre Software auf dem neuesten Stand ist. Gehen Sie sicher, dass alle nötigen Sicherheitsupdates und Patches installiert sind. Ansonsten können Hacker über bereits bekannte Sicherheitslücken leichter ins System eindringen. Mittels Aktualisierungen werden diese Sicherheitslücken ausgebessert. Neue Schwachstellen müssen dann erst gefunden werden.
  • Mitarbeiterschulung: Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über das Risiko. Diesen können ungewöhnliche Anrufe auffallen und Ihnen melden. Erinnern Sie sie daran, keine technischen Details der Kommunikationssysteme weiter zu geben.
  • Starke IT-Partner: Setzen Sie Maßnahmen zusammen mit Ihrer IT-Support-Firma. Diese kann Sie warnen, falls ungewöhnlich viele oder teure Gespräche geführt werden. Somit wird der Schaden minimiert und Sie können weitere Schritte einleiten.

Fazit

Weltweit richtet Telefon-Hacking Schäden in der Höhe von 4,1 Milliarden Euro an. Die Statistik zeigt, dass auch wir in Österreich einen Teil des bitteren Kuchens abbekommen. Sorgen Sie vor um Ihre Firma zu schützen!

Wir von der RYSIT Consulting GmbH verstehen das Sicherheitsthema immer als essentiellen Bestandteil unserer EDV Betreuung. Daher hoffen wir, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag geeignete Schutzmechanismen gegen diese Bedrohung nahebringen konnten.

Sollten Sie noch Fragen haben oder wir etwas Wichtiges zum Thema Hacking von Telefonanlagen in diesem Beitrag vergessen haben, so stehen wir Ihnen aktiv als Ansprechpartner zur Verfügung. Nutzen Sie dafür das Kommentarfeld, schreiben Sie uns eine E-Mail an richard.schranz@rysit.at oder rufen Sie uns direkt an (+43 1 361 95 00).

Foto: © Dan Race – fotolia.com

 

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