Wussten Sie, dass Ihre Systeme ohne regelmäßige Updates zum Risikofaktor für Ihr Unternehmen werden? Wussten Sie, dass vor allem Geräte die 5 Jahre oder älter sind von diesen Risiken betroffen sind?

In meinen mehr als 20 Jahren in der EDV-Betreuung habe ich gelernt, dass regelmäßige Updates von (fast) allen Unternehmern vernachlässigt werden. Heißt: Den meisten Unternehmern fällt gar nicht auf, dass ihre Programme nicht mehr aktualisiert werden.

So können unbemerkt große Sicherheitslücken entstehen und Ihr Unternehmen unnötig in Gefahr geraten.

Hier möchte ich mit diesem Beitrag ansetzen: Ich erkläre Ihnen, wie oft Sie Ihren Computer tauschen sollten, wie ein veralteter Rechner Ihr Unternehmen gefährden kann und auf welche 4 Punkte Sie beim Kauf Ihres neuen Computers achten müssen.

Keine Sorge: Alle Punkte sind auch für IT-Laien verständlich und Sie müssen sich nicht durch komplizierte IT-Fachsprache „durchkämpfen“.

Wie häufig sollte ich meinen Computer tauschen?

Die Lebensdauer eines Computers hängt vor allem von der Nutzung ab. Verwenden Sie Ihren Rechner „nur“ für Microsoft Office Programme oder zum Surfen im Internet, müssen Sie Ihr Gerät wahrscheinlich nur alle 5 Jahre tauschen, damit alles noch ordentlich läuft.

Verwenden Sie Ihren Computer allerdings für rechenintensive Leistungen, wie beispielsweise die Videoproduktion oder Bildbearbeitung, müssen Sie Ihren Rechner wahrscheinlich öfter tauschen. Meiner Erfahrung nach beträgt die Lebensdauer in diesen Fällen etwa 3 Jahre.

Nach diesen 3 Jahren sind Computer auch buchhalterisch zu 100% abgeschrieben.

So gefährdet ein alter Firmen-Computer Ihre Datensicherheit

Keine Updates für Betriebssysteme, Prozessoren und andere Teile

Microsoft hat vor Kurzem den Support (= laufende Updates) für Windows 7 eingestellt. Das heißt, dass ab jetzt Sicherheitslücken nicht mehr durch Aktualisierungen behoben werden.

Für Hacker ist das ein gefundenes Fressen. Sobald der Herstellersupport von Betriebssystemen oder Prozessoren eingestellt wird, kommt es in der Regel zu gezielten Attacken von Cyberkriminellen.

Diese Angriffe beschränken sich dabei nicht nur auf Windows 7. Hier kann es wirklich jede Software treffen, die nicht mehr aktuell ist.

Da diese veraltete Software vor allem auf älteren Computern zum Einsatz kommt, ist die Einstellung des Supports oft eine gute Gelegenheit, um gleich auf einen neuen Rechner mit aktuellen Programmen umzusteigen.

Veraltete Komponenten erfüllen neueste Sicherheitsstandards nicht

Neben der Software wird auch die Hardware, also alle „angreifbaren“ Komponenten Ihres Computers, laufend verbessert.

Vor einigen Jahren wurde beispielsweise ein sogenannter Trusted Platform Module (kurz TPM) – Chip standardmäßig eingeführt. Dieser Chip ermöglicht die Verwendung von zusätzlichen Sicherheitsfunktionen, wie beispielsweise Zufallsgeneratoren.

Ältere Computer haben diesen Chip nicht. Sie müssten ihn selbst nachrüsten. Dafür müssten Sie Ihren Computer aber eigenhändig „zerlegen“ und den Chip am Mainboard befestigen. Vor allem für IT-Laien ist das wahrscheinlich keine Option.

Haben Sie also einen älteren Computer ohne TPM – Chip, müssen Sie sich in diesem Fall ein neues Gerät besorgen, um bestmöglich abgesichert zu sein.

Auf diese 4 Punkte müssen Sie beim Kauf eines neuen Firmen-Computers achten

Wie viel Arbeitsspeicher, welche Grafikkarte oder welchen Prozessor Sie benötigen, ist individuell verschieden und viele Laien können mit diesen Fachbegriffen wenig anfangen. Wichtig ist, dass all Ihre Arbeitsprogramme ordentlich und schnell laufen.

Mit diesen 4 Punkten möchte ich mich auf allgemeine Empfehlungen konzentrieren, die vom kleinen Blumengeschäft um die Ecke bis hin zum Videoproduzenten für alle Unternehmer gleichermaßen gelten.

Punkt 1: Setzen Sie nur auf Markenhersteller

Wer billig kauft, kauft zweimal. Dieser Spruch gilt auch für Firmen-Computer.

Auch wenn Sie vielleicht 100 oder 200 Euro mehr bezahlen müssen: Setzen Sie auf Markenhersteller. Diese Geräte haben sich am Markt bewährt und sind in der Regel sicherer als Geräte von weniger bekannten Herstellern.

Außerdem kommt es bei diesen Geräten zu weniger Defekten und Sie haben weniger Wartungsaufwand.

Langfristig gesehen sparen Sie so trotz der etwas höheren Anschaffungskosten bares Geld.

Unsere Empfehlung: Setzen Sie auf die Marken Lenovo, HP, Fujitsu oder Dell. Diese Hersteller haben sich in unserem Alltag als EDV-Betreuer bewährt.

Punkt 2: Kaufen Sie nur Geräte mit einer SSD Festplatte

SSD Festplatten sind schneller, leiser und länger haltbar als herkömmliche HDD Festplatten.

Mittlerweile sind diese Festplatten auch für jeden leistbar.

Deshalb sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass eine SSD Festplatte in Ihrem Gerät verbaut wurde.

Punkt 3: Nehmen Sie ein Garantiepaket dazu

Wenn Sie einen neuen Computer kaufen, empfiehlt es sich, ein 3- bis 5-jähriges Garantiepaket des Herstellers mitzukaufen.

So haben Sie während dieser Zeit die Sicherheit, dass Sie sich bei Defekten oder sonstigen Problemen immer direkt an den Hersteller wenden können. Er kümmert sich dann entweder um die Reparatur oder sendet Ihnen ein Ersatzgerät zu.

Punkt 4: Kaufen Sie ein Gerät, dass zu Ihren Anforderungen passt (bester Preis / Leistung)

Benötigen Sie Ihr Gerät für rechenintensive Verwendungen wie Videoproduktionen oder Bildbearbeitung oder „nur“ für Word, Outlook oder Excel?

Für ersteres benötigen Sie einen sehr leistungsstarken Computer, während für eine weniger intensive Nutzung „schwächere“ Prozessoren und Grafikkarten ausreichen.

Sie sehen: Ihre Ansprüche sind ein maßgeblicher Faktor beim Kauf eines neuen Rechners. Als ungefähre Empfehlung gilt:

Verwenden Sie Microsoft Office Programme, surfen im Internet und beantworten E-Mails reicht ein Mittelklasse Gerät um 500 bis 1500 Euro aus.

Schneiden und rendern Sie Videos, bearbeiten Bilder oder führen ähnliche rechenintensiven Tätigkeiten aus, zahlt sich für Sie ein höherpreisiges Gerät mit einem Preis von 1500 Euro und mehr aus.

Fazit: Computer alle 3-5 Jahre tauschen ist rentabel und schützt vor Hackern

Ohne laufende Updates und Unterstützung durch den Hersteller ist ein alter Computer ein Sicherheitsrisiko für Ihr Unternehmen. Als Faustregel gilt daher: Nach spätestens 5 Jahren sollten Computer in Unternehmen getauscht werden. Bei intensiver und rechenintensiver Nutzung müssen Sie wahrscheinlich mit einer Lebensdauer von nur 3 Jahren rechnen.

Rüsten Sie Hardware und Software nach, kann ein Computer aber auch durchaus länger als 5 Jahre verwendet werden. In den meisten Fällen ist der Kauf eines neuen Geräts aber mit weniger Aufwand verbunden und kommt Ihnen unterm Strich günstiger.

Beim Kauf eines neuen Gerätes müssen Sie…

  • auf Markenhersteller (Dell, Lenovo, HP und Fujitsu) setzen.
  • nur Geräte mit einem „schnellen“ SSD Speicher kaufen.
  • ein 3-5 jähriges Garantiepaket des Herstellers dazukaufen.
  • Ihre eigenen Anforderungen genau kennen.

Haben Sie hier nicht genug Know-How, macht es auf jeden Fall Sinn, sich Hilfe bei einem Experten zu holen. Diese Beratung ist auf jeden Fall günstiger, als der Kauf eines falschen Geräts. Denn wer in der IT billig kauft, kauft in der Regel zweimal.

Sie haben noch weitere Fragen zu Firmen-Computern oder hätten gerne eine professionelle Beratung beim Kauf? Wir stehen Ihnen als Ansprechpartner gerne zu Verfügung. Unsere Erstberatung ist für Sie natürlich kostenlos und unverbindlich.

Rufen Sie dafür einfach unter + 43 1 361 95 00 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an richard.schranz@rysit.at.

Wir haben uns auf den IT-Service für Unternehmen spezialisiert und helfen auch Ihnen gerne weiter.

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